|
Fachtagung in Hamburg: Betriebsnahe Qualifizierung von Jugendlichen mit
besonderem Förderbedarf
Dr.
Thomas Gericke (Deutsches Jugendinstitut) und Alfred Fröhlich
(Jugendbildung Hamburg) Zum
21. März 2002 hat Jugendbildung Hamburg das in der Benachteiligtenförderung
engagierte Fachpublikum zu einer Tagung in das Hamburger Gewerkschaftshaus
im Besenbinderhof eingeladen. Im Eröffnungsplenum haben wir über
einhundert Besucher gezählt, die sich danach auf die zeitlich parallel
laufenden Workshops aufteilten. In seinem Impulsreferat zu Beginn der
Konferenz unterstrich Dr. Thomas Gericke die Bedeutung betriebsnaher
Qualifizierungskonzepte für förderungswürdige Jugendliche, da diese den
Weg in einen das Erwerbsleben absichernden Arbeitsplatz ebneten. Die Frage sei daher, mit welchen Strategien sich
weitere Ausbildungsplätze in Betrieben akquirieren lassen. Hierzu seien
genaue Kenntnisse über die jeweiligen Anforderungsprofile erforderlich,
welche die Bildungsträger bei den Firmen ermitteln müssten. Eine
vorgestellte Typologie der unterschiedlichen Betriebsformen dient dem
besseren Verständnis der jeweiligen betrieblichen Situation, auf die sich
die jeweiligen Akquisitionsstrategien einzustellen haben. Das
Resümee, welches die Experten Dr. Erhard Schulte, Hans-Otto Bröker und
Achim Meyer auf der Hyde auf dem Abschlussplenum zogen, war denn auch
eindeutig: Langfristig wird sich die Förderstruktur nachhaltig verändern.
Die Bildungsträger werden in deutlich geringerem Umfang selbst ausbilden.
Sie werden statt dessen bei der Planung individueller Förderwege
umfangreiche Managementfunktionen übernehmen müssen. Das
Publikum auf der Hamburger Fachtagung. Erste Reihe von links nach
rechts: Astrid Friedmann (Jugendbildung Hamburg), Dr. Erhard Schulte
(Bundesministerium für Bildung und Forschung), Frank Grönegreß
(Arbeiter-Bildungs-Centrum Bremen) und Herbert Michel (Schweriner
Ausbildungszentrum). Für
Interessierte ist hier das Tagungsprogramm abgebildet: Tagungsprogramm
vom 21. März 2002 10.00
- 10.15 Uhr Begrüßung
und Eröffnung Betriebsnahe
Qualifizierung von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf
10.15
- 11.00 Uhr Forum
1 Über den Sinn und den
Nutzen betrieblicher Qualifizierung Benachteiligter,
Modelle
aus der Praxis: Betriebe als Lernorte für Benachteiligte 11.00
- 11.40 Uhr Workshop
1
EXAM - Externes
AusbildungsManagement Workshop
2
Der Schweriner
Multimedia-Verbund - 11.40
- 12.20 Uhr Workshop
3
Verbundausbildung in den
Informations- und Telekommunikationsberufen im Arbeitsamtsbezirk Workshop
4 Die Ausbildung zum
Mechatroniker in Bremen -
12.20
- 13.40 Uhr Mittagspause
13.40
- 14.20 Uhr Workshop
5
Betriebsnahe
Qualifizierung im Nordverbund
- Workshop
6
Das Hamburger
Ausbildungsplatzprogramm (HAP) - Von der außerbetrieblichen
Bildungseinrichtung in die betriebliche Ausbildung
Das
betriebliche Interesse an einer Kooperation mit den Bildungsträgern 14.20
- 15.00 Uhr Forum
2 Die Motive der Firmen -
Erfahrungen
nutzen, strategisch Handeln: Entwicklungspotentiale der Zukunft
15.00
- 15.45 Uhr Forum
3 Abschlussplenum Entwicklungsperspektiven
für die Benachteiligtenförderung, 15.45
Uhr Ende
der Tagung Links
zu anderen Fachtagungen des Nordverbundes auf dieser Site
[Fachtagung
"Betriebsnahe
Qualifizierung von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf"
am 21. März 2002 in Hamburg]
[Fachtagung "IT-Qualifizierungsbausteine
für die Berufsvorbereitung" am 17. Mai 2001 in Bremen]
[Fachkonferenz "IT-Berufe
für Benachteiligte" am 14. März 2001 in Angermünde] |